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Hotelkritiken – der unsichtbare Feind!

Friday, October 19th, 2012

Eine Gruppe von Hotelbetreibern in den USA will gerichtlich gegen die Website tripadvisor.de vorgehen. Dies war vor einige Zeit in der Tagespresse zu lesen. So bequem Websites mit Hotelkritiken für den Nutzer sein mögen – manchmal sind sie einfach nur unfair, schädlich und bar jeder Grundlage. Manche Website wirbt sogar noch mit Horror-Hotel-Geschichten oder wählt die Top-Ten der am schlechtesten bewerteten Hotels. Keine gute Ausgangslage für die sachliche Beurteilung von Produkt und Dienstleistung.

Die Klage der Hoteliers soll nun dazu dienen faire Bedingungen zu schaffen, besonders wenn die Inhalte strafrechtlich relevante Tatbestände betreffen. Denn es gibt auch Kritiken, die z. B. Personal des Diebstahls bezichtigen. Und solche “Bewertungen” haben auf diesen Seiten nun wirklich nichts zu suchen.

Tatsächlich suchen heute über 30 Mio. Deutsche nach Bewertungen zu ihrem potentiellen Gastgeber im Internet bevor sie zur Buchung schreiten. Den Internet-Nutzern liegt der Wahrheitsgehalt einer Bewertung sehr am Herzen, wie eine repräsentative Umfrage des Verbands Internet Reisevertrieb (VIR) ergab. Doch leider ist gerade das in den wenigsten Fällen wirklich garantiert.

Wie ebenfalls kürzlich in der Presse zu lesen war, gibt es Berater, die ihr Geld damit verdienen, für eigene Kunden positive und für die Konkurrenz entsprechend schlechte Bewertungen zu fingieren. Dazu ein sehr treffender Bericht des SWR weiter unten auf der Seite.

Und auch “jedermann” gibt Kritiken zu Hotels ab, die er persönlich noch nie im Leben von innen gesehen hat; was ein Kenner der Lokalität eigentlich leicht entlarven kann.

Wenn  Herr K. aus W., Alter: zwischen 30 und 40 ein namhaftes Insel-Luxusresorthotel mit den Worten : „das ist keine Insel, sondern eine Sandbank“ inklusive Schreib- und Grammatikfehler  beurteilt, so ist das kaum ernst zu nehmen und eher ein düsterer Blick in die deutsche Bildungslandschaft.

Was aber ist mit Otto Normalverbraucher, der ein oder zwei Mal im Jahr ein Hotel benötigt und keine Lizenz als Lügendetektor besitzt?

Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden Hotels auch ohne Bewertungs-Websites gebucht, bewohnt, und für gut oder schlecht befunden. Man verließ sich auf sein Bauchgefühl, auf die Webseite des Hotels oder auf Erfahrungen von Freunden oder Geschäftspartnern. Auch im Reisebüro gibt es heute immer noch Informationen zu Urlaubshotels und wer ganz skeptisch war, kaufte sich einen namhaften Hotelguide oder las eine Hotelkritik der Tageszeitung aus berufenem Munde.

Aber trotzdem verlassen wir uns heute auf die Meinung von Menschen, die uns völlig unbekannt sind! Die weder unseren Stil und Geschmack repräsentieren, noch – pardon – in unserer “Kampfklasse” agieren und glauben deren Ergüssen von schlechtem Essen und dreckigen Matratzen?

Ich empfehle Ihnen eine Gegenprobe: Nehmen wir an, Sie möchten ein Konsumgut kaufen, ein Auto vielleicht, eine Marken-Uhr…. Wo lassen Sie sich beraten? Sie lesen den Katalog oder eine Produkt-Broschüre. Sie besuchen ein Geschäft und sprechen mit einem Fachmann. Sie sehen auf den Herstellerwebsites nach? Ja. Und dann gehen Sie vielleicht zu einem guten Bekannten, der einen ähnlichen Artikel gerade erworben hat. Am Ende haben Sie sicher eine ziemlich genaue Vorstellung was Ihr Wunschprodukt leistet und was nicht. Interessiert es Sie da noch wirklich, was die fremde Frau K. aus H. dazu zu sagen hat?

Guter Rat ist teuer. So hieß es früher und es gilt noch heute. Verlassen Sie sich auf Ihr eigenes und sicher langjährig erprobtes Beratungsnetzwerk und lassen Sie sich nicht durch Web-Schwätzer beindrucken.

SWR Fernsehen: Profitexter fälschen im Internet!

Schuld an schlechtem Personal ist immer das Management

Monday, February 21st, 2011

Horst Schulze, der Gründer der Hotelkette Ritz-Carlton im Gespräch mit der WELT AM SONNTAG über gutes Personal und schlechte Manager; über Putzlappen, mit denen hintereinander Kloschüsseln und Bdewannen gereinigt werden, und die Frage , warum deutsche Luxushotels nur selten wirklich exzellent sind.

Anregend und voller Inspiration mit hohem Nachahmungswert für alle in der Hospitality Industrie.

Ein Schulungsraum im Hotel „The Setai“ in der Fifth Avenue in New York. Wie jedes Mal, wenn er irgendwo auf der Welt ein neues Fünfsternehaus eröffnet, ist Horst Schulze angereist, um dem Personal zwei Wochen lang den letzten Schliff zu geben.

Zur Einstimmung erzählt der 72-Jährige, wie er es vom Aschenbecherputzer in einem deutschen Provinzhotel zum Chef der milliardenschweren Ritz-Carlton-Kette gebracht hat. Nachdem er mehr als 100 Hotels in 20 Ländern eröffnet habe, sei er mit Mitte 60 in Pension gegangen, doch das Rentnerleben in Florida habe er genau 48 Stunden ausgehalten. Dann habe er mit Capella seine eigene Hotelgruppe gegründet. „Das ‚Setai‘“, sagt der Deutsche den Mitarbeitern zum Schluss, „soll 2011 zum besten Hotel in New York gewählt werden. Wenn Sie unsere Werte nicht teilen, kommen Sie bitte morgen nicht wieder.“

Hier lesen Sie das komplette Interview mit Capella Chef und Ex Ritz Carlton CEO Horst Schulze aus der Welt am Sonntag.

Das Ende der Ichlinge

Wednesday, October 6th, 2010

Das Zeitalter der Ichlinge geht zu Ende. In Krisenzeiten ist kein Platz für Egoisten mehr. WIR anstatt Ich AG. Die neueste BAT Wertestudie des Zukunftsforschers Horst W. Opaschowski hat eine eindeutige Botschaft: Die Deutschen wenden sich ab von Maßlosigkeit und Missmanagement. Sie wollen wieder ehrbare Kaufleute und ehrliche Politiker, die ihre „Wahlversprechen halten“ (90%). Gefragt ist ein neues bürgerliches Wir-Gefühl, mehr Zusammenhalt – nicht nur zu Zeiten einer Fußball-WM, sondern auch in Wirtschaft, Politik, Medien und Kultur.

„Für Egoismus ist in unserer Gesellschaft immer weniger Platz. Wir müssen mehr zusammenhalten“ sagen 88 Prozent der Bevölkerung. Dies geht aus einer umfangreichen Wertewandel-Studie der BAT Stiftung für Zukunftsfragen hervor, die der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Prof. Dr. Horst W. Opaschowski, in Hamburg vorstellte. 2.000 Personen ab 14 Jahren wurden repräsentativ nach ihren Wertorientierungen und Lebensgewohnheiten gefragt.

Die neue Wertestudie der Stiftung für Zukunftsfragen ist ab sofort als Buch im Buchhandel erhältlich: H.W. Opaschowski: „WIR! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben“, ISBN: 978-3-86774-104-6, Murmann Verlag,220 Seiten, 19,90 Euro.

Exklusive Charts aus der Studie finden Sie hier: Das Ende der Ichlinge