Archive for June, 2011

Indische Langeweile

Thursday, June 30th, 2011

Die Taj Hotels, Resorts & Palaces mit Sitz in Mumbai haben Anfang Juni Ihre neue Unternehmenswebsite präsentiert. Taj ist eine der größten (92 Hotels weltweit) und feinsten Hotelgruppen in Asien, mit so weltberühmten Trophy-Hotels wie z. B. dem Taj Mahal Palace.

Da ich schon in vielen Taj Hotels übernachtet und dort die warme indische Gastfreundschaft, Weltklasse-Service und modernem Luxus schätzen gelernt habe, war ich auf die Website außerordentlich gespannt. Auch der Pressetext, den ich hier in Auszügen zitiere, war ehrlich vielversprechend:

“Die Anwendererfahrung gestaltet sich sowohl einfach als auch informativ und wurde mit der Absicht entwickelt, durch Enthüllung der Wurzeln und des Erbes des Taj Vertrauen bei erstmaligen Besuchern der Seite zu schaffen. Besucher werden durch die neue und reichhaltigere Funktionalität, die Werkzeuge und den Inhalt mehr mit einbezogen. Der aufpolierte E-Commerce Bereich der Webseite setzt eine angepasste Engine ein, welche die Navigation und das Buchen vereinfacht. Evokative Bilder, unterstützt von interessanten Inhalten, die detaillierte Informationen über unsere einzigartigen Erlebnismöglichkeiten liefern, sowie Dienste und unterschiedliche Angebote etablieren Taj als eine einzigartige und wertvolle Luxusmarke und machen diese Seite zu einer Webseite der Weltklasse.”

Von Weltklasse habe ich auf der Site leider nichts gefunden, dafür jede Menge Langeweile; erzeugt durch simple Standards im Bereich Design und Navigation, die auf Unternehmensebene weder die Klasse der Hotels, noch den absolut unnachahmlichen Stil der Marke reflektiert.

Schockierender „Opener“ ist eine Strandszene, die mit Abstand zu den dilettantischsten Computergraphiken gehört, die ich je gesehen habe.

Nur falls es noch niemand weiß: Die Wahl der Corporate Signature Images eines Unternehmens ist genauso bedeutend wie die Wahl des Logo oder Claim. Die emotionale Verbindung, die der Kunde zu einer Marke herstellt, wird durch ein prägnantes Bild um ein Vielfaches intensiver wahr genommen als Text. Mit der schlechten Qualität, die die Frage „Gibt es im ganzen TAJ Konzern kein Resort-Bild?“ unbeantwortet lässt, degradiert sich TAJ ins Mittelmaß und das direkt beim ersten Blick.

In Ihrer Gesamtheit ist die gesamte Website einfach nur eine weitere elektronische  Corporate Broschüre im Netz, die auf pure Selbstdarstellung aus ist und jegliche Interaktion mit dem Kunden vermissen lässt. Absolut unverständlicher Faux Pas: es gibt keinen einzigen Social Bookmark oder Link, keine Videos, keine atemberaubenden Bildergalerien. Nichts was eine Luxus-Website wirklich attraktiv und reizvoll macht, nämlich die emotionale, interaktive Komponente, die den Gast, Kunden oder Geschäftspartner direkt anspricht.

Auch auffällig: Wichtige Informationen wie z. B. für Investoren oder Developer werden erst durch mehrere Klicks oder gar nicht gefunden. Spannende Features wie z. B. die Gästekommentare werden ebenfalls auf die hinteren Ränge verbannt. Auch eine unmittelbare Kontaktaufnahme durch interaktive Tools wie z. B. einem Live-Chat fehlt. Die Seite ist durch und durch Standard, mühsam klickt man, und klickt und klickt, bis dann irgendwo Informationen erscheinen, so trocken aufgemacht, wie eine Steuererklärung und in erschreckend kleiner Schrift. Barrierefreies Internet? Nicht bei TAJ. Kein gutes Referenzprojekt für die durchführende Agentur Razorfish, die zu den Big Playern im Websitedesign gehört und eigentlich für Ihre rasanten und emotionsgeladenen Sites (L’Oreal, Red Bull, Levi’s) bekannt ist.

Traurig, dass die Hotellerie immer noch nicht genügend Mut hat, sich einmal offensiv, draufgängerisch und großzügig zu zeigen und vor allem anderen einmal den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Obwohl sich die Branche doch täglich mit den Grundbedürfnissen des menschlichen Seins auseinandersetzt: essen, trinken, schlafen. Ein Markenspielfeld, das andere Brands mit Wonne bedienen würden. Aber was in den Hotels offensichtlich so mühelos funktioniert auf dieser Corporate Website ist absolut nichts davon zu spüren.

Die besten Reiseportale im Internet

Friday, June 24th, 2011

80 % der Reisenden von heute suchen im Internet nach Angeboten. Wie praktisch, dass auf einem Reiseportal die Suche nach dem passenden Urlaub erleichtert wird. Doch ist das tatsächlich so? Oder fängt der Stress schon vor dem Urlaub an?

Im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv untersuchten die Marktforscher des Deutschen Instituts für Service-Qualität  insgesamt 27 Online-Anbieter, darunter 17 Reisevermittler und zehn Reiseveranstalter. Bis zu 50 % können Verbraucher sparen, denn so hoch waren die Preisunterschiede der Anbieter zum Teil. Aber, Vorsicht! Wie immer liegt der Teufel im Detail, denn plötzlich hat man eine Reiseversicherung eingekauft, die man gar nicht wollte (die voreingestellten Häkchen!) oder der Reisepreis erhöhte sich im Verlauf der Buchung um das Doppelte.. “Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen wurde der Reisepreis während des Auswahlprozesses teurer”, bemängelt Bianca Möller, Geschäftsführerin des Marktforschungsinstituts. Zudem wurde in 70 Prozent der Fälle der Preis pro Person nicht in der Buchungsmaske ausgewiesen, so dass die Zusammensetzung des Gesamtpreises vor allem für Familien mit Kindern nicht nachvollziehbar war.

Auch die Servicequalität war insgesamt nur befriedigend. Am Telefon beantworteten die Mitarbeiter die Kundenfragen kompetent, jedoch mussten die Anrufer im Durchschnitt 48 Sekunden auf einen Ansprechpartner warten. Per E-Mail war die Kompetenz dagegen nur ausreichend. Die Hälfte der Antworten war nicht vollständig und wenig verständlich formuliert. Dagegen überzeugten die informativen Internetauftritte und die Datensicherheit im Netz. So erfolgte die Übertragung persönlicher Daten sowie der Zahlungsdetails stets verschlüsselt.

Große Unterschiede zeigten sich beim Vergleich der Konditionen: Im Durchschnitt konnten bei gleichem Reisetermin und Reiseziel sowie identischer Hotelkategorie mehr als ein Drittel des Reisepreises eingespart werden. Den größten Preisunterschied ergab eine einwöchige Reise für eine dreiköpfige Familie in ein 4-Sterne-Hotel nach Korfu – so kostete die Pauschalreise beim teuersten Anbieter mit fast 2.500 Euro doppelt so viel wie beim günstigsten Portal mit rund 1.250 Euro. Die Stornogebühren zehn Tage vor Antritt einer Reise schwankten zwischen 50 und 85 Prozent des Reisepreises.

Testsieger und damit “Bestes Reiseportal 2011″ wurde Otto-Reisen.de. Der Reisevermittler überzeugte durch eine große Angebotsvielfalt, den besten Internetauftritt und einen guten Service. Alltours.de konnte sich unter den Reiseveranstaltern an die Spitze setzen und punktete mit dem besten Service im Gesamtvergleich. Travel24.com bot die besten Konditionen.

Hier sehen Sie den Bericht auf N-TV

 

Peninsula: 42 Mio Yen für japanische Erdbeben-Opfer

Wednesday, June 22nd, 2011

Drei Monate nach dem Start ihrer Hilfsinitiative HOPE for JAPAN haben The Peninsula Hotels für die Opfer des verheerenden Erdbebens und Tsunamis vom 11. März insgesamt JPY 42 Mio. (US$ 515.000) an Spenden gesammelt. Stellvertretend für alle Peninsula-Mitarbeiter übergab Malcolm Thompson, General Manager des Peninsula Tokyo, den Erlös an das japanische Rote Kreuz. Das Rote Kreuz wird als Mitglied des “national grant disbursement committee” die Spendensumme der Peninsula Hotels dem nationalen Beihilfe-Komitee übergeben. Das Komitee sorgt für die Verteilung der Bargeld-Zuschüsse an die Opferfamilien durch die lokalen staatlichen Präfekturen.

Die HOPE for JAPAN-Hilfsaktion der Peninsula Hotels basierte auf drei Initiativen, die im Zeitraum vom 21. März bis 31. Mai 2011 in allen Häusern in Asien sowie in den USA umgesetzt wurden: Die Spende der Peninsula Hotels für jeden Aufenthalt eines Gastes, der “Japanese Afternoon Tea” in allen Häusern der Gruppe, dessen Erlös zu 100% der “HOPE for JAPAN”-Hilfsaktion zu Gute kam sowie die Charity-Aktion “Baum der Tausend Kraniche”.